Wolfgang Rosner

Drums / Percussion

Hohenlohe Ende 60 Anfang 70er Jahre. Ein Zweifamilienhaus im sehr, sehr beschaulichen ländlichen Fichtenberg.

Eine stattliche Anzahl langweiliger Schlechtwettertage ermutigen den kleinen Wolfi sämtliche LP-Koffer im Hause Rosner zu durchstöbern. Geübt im Umgang mit dem Musikschrank, stets auf Überraschungen stoßend, sind irgendwann alle Tonträger durchgehört. Auch das Beschleunigen auf 45 bzw. 78 u/min, stellt keine Befriedigung der auswendig gelernten Musikstücke mehr dar.

Um das Rauschen der 3 Weißen Birken zu Toppen geht es vom EG, weg von Egerländer und Oberkrainer, einen Stock höher zu Oma und Opa.

Hier warten u.a. Freddy Breck, Heintje, Heino (ist das der böse Onkel von Heintje ? ) und bis dahin nie gehörte Highlights in völlig neuem Format. Singles in PVC – Alben mit schrillsten Designs. Nach monatelanger Durchforstung des Archivs von Rote Rosen über Schwarze Madonna bis zu Hiasl steht unmittelbar ein Geheimauftrag im DG bevor.

In Abwesenheit des großen Bruders wird „ Die Sensation „ entdeckt. Singles UND LPs !

Gordon Lightfoot, Carpenters, Neil Diamond, Hollies, Beatles etc. etc.

Später im Teenageralter als Police – Fan der ersten Stunde geht es auf der Kaufhausanlage, finanziert vom ersten Ferienjob, von New Wave über Fusion, Samba und Bossa zur Großbaustelle Jazz. Tonnenweise Low Noise C-60 Kassetten werden recorded.

Mit „ lern erstmal was gescheites „ ist die Richtung zur Berufswahl definiert und flugs eine Metaller – Lehre absolviert. Vom ersten Sold in der durchaus militaristisch anmutenden Ausbildungsstätte wird in einem sehr schlechten örtlichen Musikalienhandel ( entgegen der Ankündigung mütterlicherseits „ so was kommt mir nicht ins Haus „ ) eine ebenfalls sehr schlechte Schießbude erstanden. Unmittelbar nach begreifen der Sinnlosigkeit im Metallerbusiness ( bis heute besteht eine Aversion gegen Heavy Metal) verschlägt es den Fachmann Ende 1980 in den Schurwald und der Einstieg ins Musikgeschäft steht in zweifacher Hinsicht bevor. 1. Ein zusammentreffen mit Birgitta und Martin, 2. Erlernen der Trommlerei. Die Gründung einer Band mit Birgitta an den Vocals und die gemeinsame Vorliebe für Joni Mitchell sorgt damals schon für den Grundstock einer Zusammenarbeit die den Protagonist zur Entscheidung bringt in Zukunft sein Hobby zum Beruf zu machen.

Andi Kemmer leistet hierbei fantastische Schützenhilfe. Er bugsiert den Branchenneuling durch Ermunterung sowie der Vermittlung von Fachkenntnissen von unschätzbarem Wert in die richtige Richtung. Im Verlauf des musikalischen Werdegangs begegnet der frischgebackene Rhythmusschlagzeuger diversen Kollegen, welche aufzuzählen den Rahmen sprengen würde. Unter anderem Peter Windisch, Stefan Windisch und Gerald Lang.

Jenen die nicht genannt sind, welche sich jedoch in meinem Herzen einen festen Platz erspielt haben, möchte ich an dieser Stelle danken, mir geholfen zu haben meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und ein glücklicheres Leben genießen zu dürfen ( Susi, Lori, Chicken-Pete, Cristoph, Klausi, Ralfilein, Heinz, Mende, Lizard etc.).

Als Birgy-Baby mit der Idee um die Ecke kam eine J.M.- Tribute Band anlässlich deren 70. Geburtstag ( nicht Birgittas!)  zusammenzustellen, gab es nicht viel zu überlegen und siehe da…da waren sie wieder…